Zum Jahresende 2024 wird die allgemeine Lage von den liechtensteinischen Industrie- und Dienstleistungsunternehmen überwiegend als gut beurteilt. Die Geschäftslage und die Rentabilität entwickelten sich im 4. Quartal 2024 weitgehend stabil. Im Gegensatz dazu verzeichnete der Personalbestand eine Abnahme.
Primäres Produktions- bzw. Leistungshemmnis ist weiterhin eine ungenügende Nachfrage, gefolgt vom Mangel an Arbeitskräften. Insgesamt berichten 27% der befragten Unternehmen von einer ungenügenden Nachfrage, während 16% den Mangel an Arbeitskräften als Hemmnis angeben. Zudem werden neu von 7% der befragten Unternehmen Finanzierungsengpässe als Hemmnis identifiziert. Besonders betroffen von einer ungenügenden Nachfrage sind Dienstleistungsunternehmen. So sehen sich 15% der Industrieunternehmen und 38% der Dienstleistungsunternehmen mit einer ungenügenden Nachfrage konfrontiert.
Für das 1. Quartal 2025 werden eine unveränderte Geschäftslage und Rentabilität erwartet. In Bezug auf den Personalstand wird hingegen eine abnehmende Entwicklung prognostiziert. Die Industrieunternehmen geben insgesamt eine gemischte Prognose ab und erwarten einerseits eine Abnahme beim Personalbestand und andererseits eine Zunahme im Auftragseingang. Die Dienstleistungsunternehmen rechnen mit einer Zunahme in der Nachfrage. Auch innerhalb der Branchen zeichnen sich unterschiedliche Tendenzen in der Prognose ab. Die Metallindustrie hat für das 1. Quartal 2025 gemischte Prognosen, während die Nichtmetallindustrie und das Baugewerbe positiver in die Zukunft blicken. Innerhalb der Dienstleistungsunternehmen zeigt sich vor allem die Versicherungsbranche optimistisch für das 1. Quartal 2025. Während die Bankenbranche ein gemischtes Bild für die Zukunft zeichnet, gehen die Unternehmen im Detailhandel und allgemeinen Dienstleistungen hingegen kaum von Veränderungen aus.